Aktuelles

 

V O R T R A G

Buddhistisches Denken und griechische Philosophie.

Geistig-kulturelle Beziehungen zwischen Griechen und Indern seit der Zeit Alexanders d. Gr.

von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

 

 

Buddha, Gandhara-Stil, 4.- 5. Jh. n. Chr., Taxila Museum, Pakistan (Foto: Privatarchiv)

Im Berliner Museum für Völkerkunde beeindruckt die Abbildung eines Buddha mit „hellenistischem“ Gesicht, eine indische Plastik, auf der die Mischung von griechischem Ausdruck und indischem Denken in vollkommener Weise zum Ausdruck kam. Vertrat doch dieser „griechische“ Buddha die Harmonie zwischen zwei verschiedenen Welten: das klassische Maß, die Bejahung des Lebens, das Extrovertierte des griechischen Geistes und dem gegenüber gestellt das Introvertierte, der Mystizismus und die Verneinung des indischen Geistes – beides zusammen auf einem Gesicht!

Die Suche nach der Herkunft und Vorgeschichte dieses „griechischen“ Buddha führt uns in eine fantastische Reise in die Welt der griechisch-asiatischen Kunst und Kultur, die sich von 300 v. Chr. bis 300 n. Chr. in jenen griechischen Enklaven entwickelte, die außerhalb der Reiche der Diadochen Alexander des Großen und der östlichen Provinzen des römischen Reiches existierten, in den entferntesten Teilen Asiens und bis hin nach Indien.

Der Vortrag ist eine faszinierende Reise in zwei Kulturwelten, die lange als voneinander hermetisch geschlossen galten und versucht die Skizzierung der ersten, historisch belegten und geistesgeschichtlich überaus wichtigen Begegnung des östlichen mit dem westlichen Denken im philosophischen Sinne; eine Begegnung, die ihren Ausgangspunkt in dem sagenhaften Zug Alexander des Großen vom griechischen Makedonien kreuz und quer durch Asien bis an den Indus nahm.
 
Samstag, 27. Februar 2016, 16:00 Uhr
Yoga-Studio „Fit mit BEA“, Am Hammer 32, 51503 Rösrath-Hoffnungsthal
Gäste willkommen!

 

Zum vergrößern der Bilder, klicken Sie bitte darauf.

 

 


KULTURREISE

VENEDIG – RAVENNA – VICENZA – PADUA
Geschichte, Kunst, Kultur

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Schwerpunkte:

Hellenistisch-byzantinisches Erbe in Italien – Venedig und Byzanz
Griechische Gelehrte und Künstler der Renaissance
Griechische Diaspora in Venedig

Termin: 13. – 20. März 2016

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Die Deutsche Hellas-Gesellschaft tritt im juristischen Sinne nicht
als Reiseveranstalter auf und schließt damit jede Haftung aus.
Die Teilnahme an der Fahrt findet auf eigenes Risiko statt.

Programm

(Änderungen vorbehalten)

So., 13: Hinflug
Frari-Kirche (bedeutende Werke von Tizian und Giovanni Bellini)
Mo.,14: San Marco: Mosaiken, Pala d´oro und Schatzkammer;
Fahrt nach Torcello (byzantinische Kathedrale Sta. Maria Assunta) und Murano (byzantinische Kirche SS. Maria e Donato)
Di., 15: San Giorgio dei Greci mit dem Ikonenmuseum im Hellenischen Institut für byzantinische Studien (Flaggínios Schule);
Scuola di San Giorgio degli schiavoni mit dem großartigen Werk von Vittore Carpaccio; Kirche SS. Giovanni e Paolo (das „Pantheon“ Venedigs) und Colleoni-Reiterdenkmal; Spaziergang zum Arsenal
Mi., 16: Fahrt nach Ravenna: Mausoleum Galla Placidia; San Vitale;
S. Apollinare Nuovo; Erzbischöfliche Kapelle;
Baptisterium der Arianer; Baptisterium der Orthodoxen.
Do., 17: Accademia di Belle Arti (die reichhaltigste und vollständigste Sammlung venezianischer Malerei vom 14.-18. Jh.);
Dogenpalast (u.a. Werke von griechischen Künstlern!);
Biblioteca Marciana (mit über 1000 alten griechischen Handschriften und Beispielen griechischer Editoren in Venedig seit dem 15. Jh.)
Fr., 18: Fahrt nach Padua: Scrovegni (‚Arena’)-Kapelle mit den großartigen Fresken von Giotto; Eremitani-Kirche (bedeutende Fresken von Andrea Mantegna); San Antonio-Kathedrale („Santo“) mit Skulpturen von Donatello und Reitermonument des „Gattamelata
Sa., 19: Fahrt nach Vicenza Die Stadt von Andrea Palladio – Palazzi, Teatro Olimpico, ‚Basilica’ („Palladianismus“ und europäischer Klassizismus)
So., 20: Rückflug

 

Zwischendurch laden wir zu einem literarischen Spaziergang durch Venedig und die anderen Städte ein:
Ausschnitte aus Erzählungen, Romanen und Chroniken sowie Gedichte und Briefe – vor Ort vorgetragen – sollen den kulturellen Reichtum dieser faszinierenden Reise ergänzen!

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San Giorgio dei Greci,
links: Istituto Ellenico
Museo delle Icone - San Giorgio dei Greci
San Giorgio dei Greci, Mitte 16. Jh.
(Innenansicht)
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Istituto Ellenico und Ikonenmuseum

 

 

Für Operliebhaber! Möglichkeit vom Besuch im Gran Teatro LA FENICE:
(Opernabend im LA FENICE: „Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini)

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Madama Butterfly” Oper in drei Akten – Musik von Giacomo Puccini
Libretto: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach dem Drama Madame Butterfly
v. David Belasco; Inszenierung: Àlex Rigola; Musikalische Leitung: Myung-Whun Chung; Chorleiter: Claudio Marino Moretti; Chor und Orchester des Teatro La Fenice Hauptinterpreten N.N.

 

Außerdem: In den Kirchen San Vidal und S. Maria della Pietà finden fast täglich Vivaldi-Konzerte statt!

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In der Kirche S. Maria della Pietà
war Vivaldi als Kaplan tätig (Riva degli Schiavoni)
San Vidal (Accademia) mit fast täglichen
Vivaldi-Konzerten der Interpreti Veneziani

 


 

Trilogie
zum 90. Geburtstag des bedeutendsten griechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Tribut an Mikis Theodorakis

Ein Leben für die Musik, den Frieden und die Freiheit!

Porträt des Musikers mit Musikausschnitten aus seinem Werk – skizziert von einer Zeitzeugin.
Präsentation von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

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Eine Legende feierte Geburtstag: Mikis Theodorakis wurde am 29. Juli 2015 neunzig Jahre alt und ein ganzes Volk feierte mit. Komponistenlegende und griechischer „Volksheld“ – ein Idol, dessen Musik vom Volk geliebt und gesungen wurden, mit dessen Liedern eine ganze Generation groß geworden ist.
Mikis Theodorakis ist nicht bloß ein Musiker, Schriftsteller, Politiker. Seine Biographie ist ein lebendiges Stück der Geschichte Griechenlands während der vergangenen neun Jahrzehnte. Er hat die Besatzungszeiten der Italiener und der Deutschen von 1940 bis 1945, den Bürgerkrieg zwischen 1946 und 1949, die Militärdiktatur von 1967 bis 1974, Folterungen, Internierungs- und Umerziehungslager sowie Todesurteile, die im letzten Moment nicht vollstreckt wurden, überlebt.
Und er war stets „Empfindungsbarometer“ für ein ganzes Volk, auf den sich seit Jahrzehnten dessen Hoffnungen projizieren. Ihm kommt das Verdienst zu, mit seiner Filmmusik zu „Alexis Zorbas“ einst ein Bild auf die griechische Mentalität in der ganzen Welt geprägt zu haben. Heute erscheint ihm das Werk eher als Erschwernis, das seiner politischen Haltung nicht gerecht wird. Zweifellos ist aber der Sirtaki des Alexis Zorbas ein wichtiger Teil des eindrucksvollen und vielfältigen Schaffens von Theodorakis und hat Maßstäbe gesetzt.
Noch treffender, noch pointierter kommt sein tief verwurzelter Humanismus im „Canto General“ zu Versen von Pablo Neruda zum Ausdruck, in der „Mauthausen-Cantata“ zu Gedanken des KZ-Häftlings Iakovos Kambanellis und in vielen seiner Lieder.

Neben Liedern, Liederzyklen und Filmmusiken zu „Alexis Zorbas“, „Z“ oder „Serpico“ zählen zu seinem über 1000 Werke umfassenden Schaffen auch viele Werke des klassischen Faches wie Oratorien, Kammermusik, symphonische Kompositionen und Opern.
Die Unterschiedlichkeit seines Werks, das stets das Streben nach Harmonie in menschlichem Miteinander abbildet, machte ihn weltweit bekannt.

Mikis Theodorakis: „Meine Lieder wenden sich heute an den nachdenklichen, sensiblen, modernen Menschen.“

„CANTO GENERAL“

Der griechische Komponist Mikis Theodorakis vertont den großen Gesang des chilenischen Dichters Pablo Neruda

(mit Musikeinlagen)
von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

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Der Gedichtzyklus „CANTO GENERAL“, (Der große Gesang) des chilenischen Dichters und Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda (1904-1973) ist eines der bedeutendsten Werke der lateinamerikanischen Dichtkunst.  Es erschien erstmals 1950 in Mexiko und (illegal) in Chile.
Der weltweit bekannte griechische Komponist Mikis Theodorakis, der eine bedeutende Rolle im Widerstand gegen die Militärdiktatur in Griechenland gespielt hat und 1970 seine Heimat verlassen musste, begann zwischen 1971 und 1974, im französischen Exil, erste Teile des „Canto General“ zu vertonen. Mit deren Aufführung im Karaiskakis-Stadion in Piräus gelang ihm 1975 eine triumphale Rückkehr nach Griechenland. Zwischen 1980 und 1981 folgte die Komposition weiterer Teile; das vollständige Werk wurde Ende März (am 4.4.1981) in der  damaligen DDR (Ost-Berlin) erstmalig aufgeführt.
Mit der Musik von Mikis Theodorakis wurde das „Canto General“ auch in Europa populär und gilt bis heute als Symbol für den Wunsch nach einer friedlichen und gerechten Welt.

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„MAUTHAUSEN“

Aus den Schilderungen von Iákovos Kambanellis’ Gefangenschaft im Konzentrationslager Mauthausen (1942-1945)

mit Ausschnitten aus der „MAUTHAUSEN CANTATA“

Dichtung von Iakovos Kambanellis (1922-2011), Vertonung von Mikis Theodorakis

von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

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Iakovos Kambanellis (1922-2011) zählte zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen-Cantata“, die von Mikis Theodorakis vertont wurde. Iakovos Kambanelis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen von 1942-1945. Er schildert die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, und geleitet uns in das Leben im Lager, in das Leben des Aufbruchs, in die Freiheit. Es sind die ersten Schritte in eine neue Epoche. Sein Werk wurde in Griechenland mehr als 30 Mal aufgelegt und liegt nun zum ersten Mal auf Deutsch vor (EPHELANT Verlag, Dr. Franz Richard Reiter, Wien 2010).

 


 

ZUM BRÜDER-GRIMM-JAHR 2013

 

„Mehr als nur Märchensammler!

 

 Die Brüder Grimm und der  deutsche Philhellenismus“

 

Erzählungen, Musikeinlagen und historische Betrachtungen.

Vortrag von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

 

Es waren einmal vor 200 Jahren zwei Brüder, deren berühmtes Märchenbuch das meistgelesene und -geliebte weltweit wurde. Und deshalb bildete es bald die Grundlage für unendlich viele illustrierte Ausgaben, Filme aber auch Musikwerke, wie Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“, frei nach einem der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm – ein Lieblingsstück von Kindern und Erwachsenen! Zur musikalischen Vorlage dienten die Grimmschen Märchen auch anderen bekannten Komponisten: Rossini schuf nach dem Vorbild Aschenputtels seine „La Cenerentola“, Massenet kreierte danach seine Oper „Cendrillon“. Prokofieff vertonte sein Ballett „Cinderella“ und Tschaikowski´s „Dornröschen“ gelangte zu Weltruhm.

Jacob und Wilhelm Grimm, beide Juristen und Sprachwissenschaftler und gut ausgestattet mit der klassischen Bildung, lebten in einer Zeit des Umbruchs, der sie auch zu politischen Personen prägte. Ihre politischen Aktivitäten, das Revolutionsjahr 1848, der in Deutschland noch sehr lebendige Philhellenismus und nicht zuletzt die geistige Nähe zu den großen Weimarer Dichtern schufen bald auch für die beiden Brüder die Voraussetzungen für ihre Verbindung zu Griechenland.

Der Vortrag erläutert in kurzen Segmenten einige interessante, zum Teil auch unbekannte Aspekte.  Nach einem kleinen musikalischen Vorspiel als Einleitung (Ausschnitte aus Humperdinck und Rossini) leitet das Thema „in die alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat…“ über, geht auf die Romantik ein und fragt anhand von zwei Beispielen nach dem historischen Hintergrund einiger Märchenfiguren – begleitet von zwei Musikstücken aus dem Mittelalter. Nach einer kurzen Wiedergabe der wichtigsten biographischen Daten werden in der Folge die politischen Personen Jacob und Wilhelm Grimm zwischen Romantik und Liberalismus in Deutschland skizziert und schließlich ihre starke Bindungen zu den großen Persönlichkeiten der Zeit, die zugleich die Wortführer des deutschen Philhellenismus waren, geschildert. Der Vortrag schließt musikalisch mit einem historischen Lied („Kléftiko“) der Griechen ab.

 


 

ZUM TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT

VORTRAGSREIHE

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„Deutscher Philhellenismus im 18. und 19. Jahrhundert – unter Berücksichtigung der Bonner Philhellenen“

„Unter allen Völkerschaften haben die Griechen den Traum des Lebens
am schönsten geträumt.“(Goethe)

Programm

16:45 h Begrüßung und Eröffnung
17:00-18:30 h Griechen und Deutsche
Teil I. Die Wiederentdeckung Griechenlands im 19. Jahrhundert
Teil II. Deutsche Maler und Architekten zum Beginn der Regierungszeit
Ottos – Friedrich Wilhelms IV. preußischer Traum und bayerische Wirklichkeit (mit Lichtbildern)
18:30-19:15 h Historische Lieder der Griechen – Bestandaufnahmen von Griechenland-
Reisenden im 18. und 19. Jahrhundert (mit Musikbeispielen)
19:15-20:00 h

Auf den Spuren des „Griechen-Müller“: Der Dessauer Dichter
Wilhelm Müller und der Freiheitskampf der Griechen

20:00-20:45 h Bonner Philhellenismus

Leitung und Durchführung: Eleftheria Wollny M.A., Bonn

Anmeldung erforderlich: spätestens bis 24.09.2011 unter T. (0228) 2619707 oder per E-Mail.

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Donnerstag, 29. September 2011, 16:30 – 21:00 h

Internationale Begegnungsstätte, Quantiusstraße 9, 53115 Bonn

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„Der deutsche Philhellenismus“
‚Kléftika’ – historische Lieder der Griechen aus der Zeit der Türkenherrschaft und des Freiheitskampfes im 18. und 19. Jahrhundert
Vortrag mit Bildern und Musikbeispielen von Eleftheria Wollny M.A., Bonn

Ein Freund der Neugriechen war bei mir, der Lieder dieses Volkes mit sich führt, das Köstlichste im Sinne der lyrisch-dramatisch-epischen Poesie, was wir kennen.“(Goethe)

Im Anschluss daran werden vorgetragen:

„LIEDER DER GRIECHEN“
DIE HISTORISCHEN KLEFTEN-LIEDER
mit
Giorgos Kanaris,  Bariton, Oper Bonn  (GR)
Alexándra Voúlgari,  Sopran  (GR)
Athiná Poullídou,  Klavier  (CY)

Unter der Schirmherrschaft des Griechischen Generalkonsuls in Düsseldorf
Nikolaos P. Plexidas

Mit freundlicher Unterstützung von:
Land Nordrhein-Westfalen und Kulturamt der Bundesstadt Bonn

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Sonntag,  02. Oktober 2011,  11:00 h

Theater im Augustinum, Römerstraße 118, 53117 Bonn

Deutscher Philhellenismus und Bonn

Am 18. März 1999 wurde die DEUTSCHE HELLAS-GESELLSCHAFT – Für kulturelle Zusammenarbeit in Europa als eingetragener Verein mit Sitz in Bonn gegründet.

Die Gesellschaft hat das Ziel, die Verständigung, Verbindung und Freundschaft zwischen Deutschen und Griechen innerhalb der Europäischen Union zu pflegen und zu fördern sowie durch Pflege und Intensivierung kultureller Kontakte zwischen Griechenland und den anderen europäischen Staaten ein Bewusstsein für das gemeinsame kulturelle Erbe zu wecken und in der Wahrung europäischen Kulturerbes einen Beitrag zum Zusammenwachsen seiner Bürger in friedlicher Koexistenz zu leisten.

Die Gesellschaft betreibt und unterstützt Studien zur griechischen Kultur und fördert ihre Verbreitung in der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen eines umfangreichen Jahresprogramms werden Themen aus den verschiedensten Kulturbereichen behandelt in Form von Vorträgen, Seminaren, Lesungen, festlichen Abenden, Monatstreffs, Ausstellungen, Konzerten, Beiträgen zur Landeskunde nebst vielen anderen. Sie unterhält enge Kontakte zu kulturellen Einrichtungen bundesweit und pflegt insbesondere die Zusammenarbeit mit der Bonner Universität. In diesem Sinne betreibt die Gesellschaft intensiv die geistige Auseinandersetzung mit der Kultur beider Länder, was eindeutig aus ihrem jährlichen Programm hervorgeht.

Darüber hinaus will die DEUTSCHE HELLAS-GESELLSCHAFT mit ihrem Wirken insbesondere zum weiteren Aufbau der Bundesstadt Bonn zur Kulturstadt beitragen.

Dieses „deutsch-griechische“ Wirken hat in Bonn lange Tradition: Bereits im Jahr 1958 wurde hier der Deutsch-Griechische Verein Bonn gegründet – ein der ersten sieben Griechenvereine schlechthin, die nach dem Krieg bundesweit gegründet wurden. Aus diesem Kreis humanistisch gebildeter Personen, die auf dieser Weise ihre Hellasbegeisterung zum Ausdruck brachten, entwickelte sich der Verein im Laufe der Zeit zu der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Bonn, die neben dem humanistischen Bildungsideal und der Antikenbegeisterung nunmehr auch das Interesse an der Kultur des neuzeitlichen und zeitgenössischen Griechenland pflegte.

Und auch dieses bereits über fünfzig Jahre fortwährende humanistisch-kulturell geprägte Wirken steht wiederum in einer 190-jahrelangen philhellenischen Tradition:
In den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde in Bonn der erste Griechenverein gegründet. Die damaligen Gründer waren fast ausnahmslos griechenlandbegeisterte Professoren der Bonner Universität, unter ihnen der große Gelehrte und spätere preußische Gesandte beim Vatikan Barthold Georg von Niebuhr und der Altertumsforscher F. C. Welcker. Die Bemühungen der Vereinigung wurden außerdem durch den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Johann Josef Martin Windeck tatkräftig unterstützt. Zu den bekannten Vereinsmitgliedern zählte unter vielen anderen auch Ernst Moritz Arndt.
In der Zeit der Revolution von 1848, als Bonn – nach der Stadtchronik – „seinen ‚demokratischen Augenblick‘ hatte, als Gottfried Kinkel auf der Freitreppe des Rathauses die schwarz-rot-goldene Fahne schwang“, liefen die Bonner, in Erinnerung an den griechischen Befreiungskampf, der nur zwanzig Jahre vorher mit der ersehnten Freiheit für das griechische Volk zu Ende ging, und von dessen Ideale beseelt, bewaffnet, zum Teil in jenen exotisch anmutenden Volkstrachten der Griechen gekleidet. In jener Zeit belief die Einwohnerzahl in Bonn auf etwa 10.000 und der Bonner Griechenverein zählte 600 Mitglieder. Das ist ein Stück Bonner Geschichte, so wie sie kaum ein Bonner kennt!